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Camino - Religionen auf dem Weg | hr2

Camino - Religionen auf dem Weg | hr2

"Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021"

Veröffentlichung:16.4.2016

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders…“ Mit diesem berühmt gewordenen Satz hat Martin Luther auf dem Reichstag zu Worms die „Freiheit eines Christenmenschen“ gegen Staat und Kirche verteidigt. Das war vor genau 500 Jahren, am 18. April 1521. War damit schon das moralisch urteilsfähige und selbst-verantwortliche Individuum „erfunden“? Schuf Martin Luther die Voraussetzung für die Freiheit der Wissenschaft, der Kunst und der Presse? Und lieferte er damals die Motivation für Bildung und Reifung autonomer Persönlichkeiten? Darüber wird in Theologie und Wissenschaft bis heute diskutiert. „Luther als Wegbereiter der Gewissensfreiheit?“ Andreas Malessa war für Camino in hr2 kultur auf Spurensuche.

Das Video inszeniert die Ereignisse rund um den Reichstag zu Worms und stellt die zentrale Figur Martin Luther in den Mittelpunkt. In dichter erzählerischer Form wird geschildert, wie Luther vor Karl V. erscheint, um sich zu seinen Schriften zu äußern. Die Darstellung führt Lernenden in die historische Situation ein, beschreibt die Spannung in der Stadt Worms und verdeutlicht die Tragweite von Luthers Entscheidung, seine Lehren nicht zu widerrufen. Besonders hervorgehoben wird sein berühmtes Bekenntnis, das für Gewissensfreiheit und persönliche Verantwortung steht. Zugleich wird die Reaktion der kirchlichen und politischen Autoritäten gezeigt, die im Wormser Edikt zur Verurteilung Luthers und seiner Anhänger führt. Das Medium macht damit einen zentralen Wendepunkt der Reformation anschaulich erfahrbar.

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Lernenden wird durch die narrative und emotionale Darstellung ein lebendiger Zugang zur historischen Situation ermöglicht. Methodisch kann das Video als Einstieg genutzt werden, um Vorwissen zu aktivieren und erste Fragen zu formulieren, etwa zur Rolle von Gewissen, Autorität und Glauben. In einer anschließenden Erarbeitungsphase können zentrale Begriffe wie Rechtfertigung, Schriftprinzip oder Gewissensfreiheit gemeinsam geklärt werden. Eine szenische Nachstellung der Verhandlung vor dem Kaiser bietet eine handlungsorientierte Möglichkeit, sich in die Perspektiven der beteiligten Personen hineinzuversetzen. Auch eine Diskussion über Zivilcourage und die Bedeutung individueller Überzeugungen in der Gegenwart kann angeregt werden. Der Bezug zur Lebenswelt der Lernenden gelingt besonders über die Frage, wann und warum es wichtig ist, für die eigene Überzeugung einzustehen. Differenzierung kann durch verschiedene Aufgabenformate erfolgen, etwa durch kreative Schreibaufträge, analytische Textarbeit oder Gruppenarbeit. Eine reflektierende Abschlussphase sollte die Bedeutung der Reformation für Kirche und Gesellschaft zusammenfassen und in Beziehung zur heutigen religiösen Vielfalt setzen.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.4 Kirche im Wandel der Zeit.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 3. Gesellschaftlich-politische Verantwortung aus christlicher Motivation.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 4. Zukunft und Aufgaben der Religionen.

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